Orchideen

Orchideen: Wieso, Weshalb, Warum?

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Die Familie der Orchideen umfasst mehr als 30.000 verschiedene Arten. Das allein zeigt schon das große Interesse an den exotischen Gewächsen. Züchter wurden und werden nicht müde, der Pflanze immer mehr auf den Grund zu gehen und immer wieder neue Sorten zum Leben zu erwecken.

Historische Aufzeichnungen der Pflanze reichen ca. 3.000 Jahre zurück und erschienen während der Song-Dynastie in China. Dort gewannen die Orchideen immer mehr an Bedeutung. Der Philosoph Konfuzius war von ihrer Schönheit derart begeistert, dass er ihnen ein eigenes Schriftzeichen erfand, das für Anmut und Eleganz stand und auch heute immer noch steht.

Orchideen

Orchideen, Quelle: Pflanzenfreude.de

Orchideen und die Griechen.

Der Theophrastos von Eresos, ein Schüler Aristoteles, war in der Antike der Vorreiter der Botanik. Während sich Aristoteles vermehrt um die Zoologie kümmerte, widmete sich sein Schüler der Welt der Pflanzen. In den vor 300 v. Chr. veröffentlichten Aufzeichnungen „Historia Planatrum“ findet man ein Gewächs mit zwei unterirdischen Knollen namens „Orchis“. Vermutlich handelt es sich hierbei um das Kleine Knabenkraut (Orchis morio), das in Europa und Nordafrika beheimatet ist. Im 1. Jahrhundert n. Chr. war es der griechische Arzt und Pharmakologe Pedanios Dioscuride, der sich mit Orchideen und deren Anwendung und Wirkung als Heilpflanze beschäftigte.

Wie kamen die Orchideen aber zu uns?

Heimische Orchideenarten gab es schon eine Weile, bevor im Jahr 1615 die erste exotische Orchidee in Europa kultiviert wurde. Die eigentlich aus Mittelamerika stammende Brassavola nodosa wurde in Holland gesichtet. 1688 gelangte die erste Disa uniflora aus Südafrika nach England. Schiffe aus Asien und Amerika hatten nicht selten auch Orchideen an Bord. Die Engländer liebten die exotischen Gewächse, sodass im 19. Jahrhundert die erste Orchideensammlung entstand. Die Entdeckerfreude und die Sammelleidenschaft verstummte nie, sodass immer mehr Sorten nach Europa gelangten.

Die ersten Züchtungen.

Das Züchten der Exoten gestaltete sich zunächst schwierig. Welche Rolle spielte der Fadenpilz beim Keimen der Samen? Erst nachdem dieses Problem gelöst war, stand der Orchideenzucht
nichts mehr im Weg. Die Einfuhr aus Asien und Amerika nahm danach rapide ab. Neue Arten und Sorten entstanden nach und nach und jetzt ist für jeden Geschmack die richtige Orchidee zu finden.

Cattleya – Die Faszinierende.

Cattleya

Cattleya, Quelle: Pflanzenfreude.de

Einst schmückten Damen höherer Gesellschaftsschichten ihr Haar mit den ausgesprochen großen Blüten der Cattleya, um ihren gesellschaftlichen Stand zu demonstrieren. Die Blüten waren sehr teuer und schwer zu bekommen. Bis heute büßte diese Orchidee nichts von ihrer Faszination ein.

Die faszinierende Cattleya wird als Königin der Orchideen betitelt und gerne in Brautsträuße gebunden. Sie ist vor allem durch ihre wunderschönen, mit 5 – 15 cm enorm großen Blüten in den prächtigsten Farben bekannt und duftet stark. Diese Orchideengattung wurde im Jahr 1824 nach dem britischen Orchideengärtner William Cattley benannt.

Ihren Ursprung hat die Orchideenkönigin in Südamerika. Dort kommt sie vor allem in den Anden und Süd-Osten Brasiliens vor und wächst mit einer Höhe von bis zu 90 cm auf Bäumen oder Felsen. Für ihren Standort mag es die Cattleya gerne warm und ausreichend hell, da sonst die Blüten ausbleiben. Um eine sichere Blüte zu gewährleisten, achten Sie auf einen Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht von etwa 5 °C. Im Sommer steht sie auch gerne an einem halbschattigen Platz im Freien.

In der Wachstumsphase sollten Sie wöchentlich wässern und zweiwöchentlich düngen. Die gewünschte Luftfeuchtigkeit von 50 – 70 % erreichen Sie durch tägliches Einnebeln oder indem der Orchideentopf auf feuchter Kieselerde steht. Das Umtopfen nehmen Sie am besten alle 2 Jahre zwischen Frühjahr und Sommer vor. Während der Ruhephase benötigt die Cattleya etwas kühlere Temperaturen, wenig Wasser und keinen Dünger.

Zygopetalum – Die Außergewöhnliche.

Zygopetalum

Zygopetalum, Quelle: Pflanzenfreude.de

Die außergewöhnliche Zygopetalum kommt vor allem in den feuchten Regenwäldern Brasiliens vor. Sie hat ein dekoratives Blattwerk und bildet sehr hübsche, 2 – 10 cm große und farbenfrohe Einzelblüten. Viele Arten weisen eine blau oder lila gezeichnete Blütenlippe auf. Die Farbe blau gibt es bei Orchideen äußerst selten und verleiht der Zygopetalum einen exotischen Touch.
Ihr Name stammt aus dem Griechischen: „zygos“ für Joch – verbindet zwei Gegenstände miteinander – und „petalon“ für Blatt. Er bezeichnet die an der Basis miteinander verwachsenen Hüll- und seitlichen Kronblätter der Blüten.

Aufgrund ihrer Herkunft liebt die Orchidee einen schattigen Platz und ständig feuchte Erde. Sie benötigt mindestens einmal wöchentliches Wässern, genügend Frischluft und eine Temperatur um 16 °C – 22 °C. Vom Besprühen der Zygopetalum ist abzuraten, da ihre Blätter sonst schnell schwarze Flecken bzw. Pilze bekommen und abgeworfen werden. Um eine optimale Belüftung der Wurzeln zu gewährleisten, ist ein Gemisch aus Rindenmulch und Torf oder eine spezielle Orchideenerde ideal. Alle 2 – 4 Wochen freut sich die Pflanze über etwas Dünger, zum Ende der Wachstumszeit seltener düngen.

Viele Arten der Gattung Zygopetalum sind wegen ihres unbändigen, süßen Duftes beliebt, der über viele Meter Entfernung verlockend zu riechen ist. Dieser und die auffällige Erscheinung machten Zygopetalum bereits im 18. Jahrhundert zu der ersten Orchidee, die alle jahrelang sehnsüchtig gehegten Erwartungen an diese Blumenspezies erfüllt. Es gibt sie in einer großen Zahl von Formen, Zeichnungen und Düften.

Phalaenopsis – Die Pflegeleichte.

Phalaenopsis

Phalaenopsis, Quelle: floradania

Die pflegeleichte Phalaenopsis ist die Königin der Tropen und entwickelte sich mit ihren einzigartigen, vielgestaltigen Blüten mittlerweile auch zur Königin der Zimmerpflanzen. Ihren Namen „Nachtfalter-Orchidee“ – griechisch „phalaina“ für Nachtfalter und „opsis“ für gleichend – trägt sie aufgrund ihrer Blütenform, die an Falter und Schmetterlinge erinnert.

Phalaenopsis sind im tropischen Regenwald auf Bäumen zu finden und versorgen sich über ihre Luftwurzeln. Aus dieser ungewöhnlichen Lebensweise lässt sich auf die Ansprüche der Orchidee schließen: Sie mögen weder Erde, pralle Sonne, noch Staunässe, noch zu viel Dünger. Als Zimmerpflanze wachsen sie an einem hellen Ort bei einer Temperatur von 18 °C – 22 °C am besten. Einmal pro Woche mögen sie ein Tauchbad, für welches die Orchidee vorsichtig aus dem Übertopf genommen und für ca. 10 Minuten in ein Becken oder Behältnis mit Wasser getaucht wird. Anschließend sollte das Wasser gut aus dem Topf ablaufen. Mit einem nahrhaften Orchideendünger alle drei Wochen sind Phalaenopsis ausreichend versorgt und daher auch für Orchideen-Einsteiger geeignet. Die Nachtfalter-Orchidee gibt es in einer enormen Blüten- und Farbvielfalt, die nicht nur in der grauen Winterzeit mit Licht und Farbe entzückt.

Als Symbol für reine Freundschaft und Verbundenheit eignet sich die Phalaenopsis auch bestens zum Verschenken.

Titelbild Quelle: Pflanzenfreude.de

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