Obst

Ganz nah dran!

Die Verbraucher-News im August.

Informieren Sie Ihre Kunden über den Nutzen von Obstbäumen und geben Sie Ihnen wertvolle Tipps und Tricks mit auf den Weg.

Frischer geht es nicht, denn Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten kann direkt nach der Ernte verzehrt werden. Keine lange Lagerung, keine energieaufwendigen Transportwege – stattdessen das besondere Glück, selbst gezogenes Obst und Gemüse essen zu können. Früher gehörte ein Nutzgarten zu vielen Häusern ganz selbstverständlich dazu, denn Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten dienten der Nahrungssicherung. Mit zunehmendem Wohlstand während der Wirtschaftswunderjahre verschwanden mehr und mehr Nutzgärten. Obst und Gemüse war preiswert und ohne Schwierigkeiten erhältlich.

Spalierbirne

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Inzwischen ist der eigene Anbau von Obst und Gemüse wieder auf dem Vormarsch und erobert sogar den öffentlichen Raum. In vielen Großstädten, auch in Deutschland, finden sich Menschen zusammen, um gemeinsam Gemüse zu pflanzen, zu pflegen und zu ernten. Selbst auf den Dächern von Bürogebäuden, z.B. in Tokio und New York, werden Nutzgärten gepflegt. Es geht dabei nicht nur um Gemeinschaftsgeist und Bewegung an der frischen Luft, sondern auch um die Freude daran, die Entwicklung der Pflanzen mitzuerleben und Obst und Gemüse selber zu ernten. Außerdem können Obstgehölze gepflanzt werden, deren Früchte im Handel nicht oder selten erhältlich sind und die neue Geschmackserlebnisse bieten. Die Früchte vieler wenig bekannter Gehölze wie z.B. Kornelkirschen (Cornus mas), Felsenbirnen (Amelanchier), Apfelbeeren (Aronia), Quitten (Cydonia) oder Mispeln (Mespilus) lassen sich z.B. gut zu Gelee, Marmelade oder Likör verarbeiten.

Kornelkirsche

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Auch in privaten Gärten wird wieder häufiger Obst und Gemüse geerntet. Wer nur wenig Platz oder kaum Zeit hat, ist vielleicht schon mit einem kleinen Kräuterbeet oder einigen Obstgehölzen an verschiedenen Standorten im Garten zufrieden. Doch um die Vielfalt der Obst-, Gemüse- und Kräuterarten zu nutzen, ist mehr Platz nötig. Wenn keine Fläche für einen Nutzgartenbereich zur Verfügung steht, können die Obst- und Gemüsepflanzen auch mit den Zierpflanzen kombiniert werden, so wie es z.B. in den farbenfrohen und romantischen englischen Cottagegärten üblich ist.

Kiwi

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Bei der herbstlichen Pflanzung von Container-Obstbäumen und Fruchtsträuchern in Töpfen sollten einige Ratschläge beherzigt werden: Das Fruchtgehölz darf nicht gleich, nachdem es aus dem Topf gezogen wurde, in das Pflanzloch gesetzt werden. Denn das verhindert ein rasches Anwachsen. Die Wurzeln wachsen im Topf und Container sehr kompakt. Um sie aus dieser Enge zu befreien, muss man den gepressten Wurzelballen auflösen. Das geht am besten, wenn man ihn mit den Händen aufreißt oder mit dem Fuß vorsichtig dagegen tritt – wie bei einem Fußball. Dabei sollte sich die Erde teilweise lösen, sodass die Wurzeln locker hängen. Dann die Pflanze in das gegrabene Loch halten, mit Erde auffüllen, andrücken und angießen. So können die Wurzeln gut in der Breite und in der Tiefe des Bodens anwachsen.

Felsenbirne

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Das Angebot der Obstgehölze wird immer größer und bietet inzwischen auch viele Sorten, die sich für kleine Gärten eignen. Säulenobstbäume werden etwa mannshoch und sind sehr schlank. Wegen ihrer geringen Größe eignen sie sich gut für kleine Gärten. Ihre Früchte sind nicht kleiner als die von hohen Obstbäumen.

Spalierobst ist auch sehr beliebt und ideal für die heutigen oft kleinen Gärten. Es kann an der Hauswand gezogen werden und bietet eine sehr gute Möglichkeit, schmale Streifen am Haus noch für Obstgehölze zu nutzen. Gleichzeitig sind Spalierbäume auch ein schöner und ungewöhnlicher Schmuck für eine Hauswand. Damit sie ihre besondere Form behalten, müssen sie an einem solide angebrachten Spalier befestigt werden. Für einen guten Start dieser Gehölze am neuen Standort helfen Gärtner bei der Auswahl des Spaliers und übernehmen die fachgerechte Anbringung. Die Experten finden auch ungewöhnliche und individuelle Lösungen. Je nach Region können z.B. kletternde Obstgehölze wie Kiwi oder Wein gepflanzt werden, die unter anderem gut an einer Pergola wachsen.

Aronia

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Im Frühling zeigt sich der Obstbaum im eigenen Garten in voller Blütenpracht und verspricht damit eine reiche Ernte. Wenn der Baum im Sommer trotzdem nur wenige Früchte trägt, ist die Enttäuschung natürlich groß. Eine Ursache dafür können Probleme bei der Bestäubung sein.

Um zu verstehen, wie die Befruchtung bei Obstgehölzen funktioniert, lohnt ein genauerer Blick in die Blüte: Es gibt Obstgehölze mit eingeschlechtlich männlichen und weiblichen Blüten auf ein- und derselben Pflanze – der Profi nennt das einhäusig – oder auf zwei verschiedenen Pflanzen, die deshalb als zweihäusig bezeichnet werden. Die meisten Kiwis sind beispielsweise zweihäusig. Gartenbesitzer, die Früchte ernten wollen, sollten sich also vor allem weibliche und mindestens eine männliche Kiwi in den Garten pflanzen! Walnuss und Haselnuss dagegen tragen jeweils männliche und weibliche Blüten, sie sind also einhäusig. Es gibt aber auch sogenannte Zwitterblüten: Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen und Beerenobstpflanzen tragen männliche und weibliche Organe in einer Blüte. Das klingt vielversprechend, aber dennoch können sich nicht alle Obstgehölze mit Zwitterblüten selbst befruchten. Die Blüten der meisten Apfelbäume z.B. benötigen den Pollen einer anderen Apfelsorte, um zu einer Frucht heranzureifen und genau das kann manchen Gartenbesitzer vor seinem Apfelbaum verzweifeln lassen.

Apfel

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Nicht nur Äpfel, sondern auch Birnen, Haselnüsse sowie die meisten Sorten der Süßkirsche sind generell selbstunfruchtbar. Wer nur wenig Platz hat, auf dem Balkon oder einer Dachterrasse, wählt also am besten gleich eine selbstbefruchtende Obstart bzw. -sorte. Auch Gartenbesitzer sollten sich vor der Pflanzung ihrer Wunsch-Obstbäume darüber informieren, ob es sich um eine selbstbefruchtende oder um eine fremdbefruchtende Art bzw. Sorte handelt. Bei selbstunfruchtbaren Arten ist es ratsam, einen zweiten Baum zu pflanzen oder sich zu erkundigen, ob in der Nachbarschaft ein geeigneter Obstbaum steht, der als Pollenspender in Frage kommt. Welche Sorten selbstfruchtbar sind und welche Fremdbefruchtung benötigen, erfährt man am besten im Fachhandel.

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