
Ganz nah dran!
Die Trend-News im September.
Wer beim Herbst automatisch an Rostrot, Orange und Gold denkt, darf jetzt umdenken. Grau, Grün und Weiß zeigen eine ganz andere Seite der Saison: ruhig, natürlich und überraschend modern. Grün bringt Frische und verbindet mit der Natur, Weiß sorgt für Helligkeit und Grau gibt dem Ganzen eine zurückhaltende, elegante Basis. Zusammen entsteht eine Farbkombination, die Balkon, Terrasse und Garten leicht und harmonisch wirken lässt.
Gerade wenn die Sonnenstunden weniger werden, spielen helle Blüten ihre Stärke aus. Christrosen (Helleborus niger) und Herbstviolen (Viola cornuta und Viola wittrockiana) setzen weiße Lichtpunkte zwischen sattem Grün. Kombiniert mit dem bizarren Wuchs vom Zickzackstrauch (Corokia cotoneaster) entsteht ein Look, der auch an trüben Tagen frisch und außergewöhnlich wirkt.

© FlowerFoundationHolland
Seine stärkste Wirkung entfaltet Weiß oft dann, wenn es die verschiedenen Grüntöne nur begleitet statt sie zu überstrahlen. Skimmie (Skimmia japonica), Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) und Knospenblüherheide (Calluna vulgaris) zeigen, wie spannend eine zurückhaltende Farbwelt sein kann, wenn unterschiedliche Blüten- und Wuchsformen zusammentreffen. Kompakte Formen treffen auf üppige Blüten und feine Strukturen. Gerade diese Unterschiede lassen die Kombination lebendig wirken.

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Noch edler wird es, wenn Silber ins Spiel kommt. Pflanzen wie Stacheldraht (Leucophyta brownii / Calocephalus brownii), Weißfilziges Greiskraut (Senecio cineraria maritima) und Blauschwingel (Festuca glauca) brauchen kaum Blüten, um aufzufallen. Ihre Wirkung entsteht über das Laub: mal fast weiß, mal silbrig, mal blaugrün. Besonders spannend ist die Kombination wiederkehrender Formen. Runde Pflanzenpolster neben feinen Gräsern schaffen einen Rhythmus, der selbst monochrome Pflanzungen abwechslungsreich macht.

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Das Greiskraut (Senecio cineraria) bringt mit seinen samtigen Blättern eine überraschend weiche Komponente ins Spiel. Daneben wirken die feinen, fast drahtartigen Zweige des Stacheldrahts (Leucophyta brownii / Calocephalus brownii) umso markanter. Auch Sedum (Sedum) und die weißen Blüten des Alpenveilchens (Cyclamen persicum) spielen mit unterschiedlichen Ebenen und Wuchsformen. So entsteht Spannung nicht durch möglichst viele Farben, sondern durch Kontraste, die man beinahe fühlen kann.

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Für eine kräftigere grüne Basis sorgen schließlich immergrüne Gehölze. Zwergfichte (Picea glauca), Bergkiefer (Pinus mugo), Zeder (Cedrus) und Wacholder (Juniperus) bringen ganz unterschiedliche Grüntöne und Nadelformen zusammen. Gleichzeitig bleiben sie weit über den Herbst hinaus attraktiv und geben Arrangements eine dauerhafte Grundlage.
Grau, Grün und Weiß zeigen damit, dass Herbstbepflanzung nicht automatisch bunt sein muss. Unterschiedliche Blattoberflächen, Wuchsformen und Grüntöne übernehmen die Rolle, die sonst kräftige Farben spielen. Das Ergebnis? Ruhig, modern und keineswegs langweilig!
Titelfoto: © FlowerFoundationHolland
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